„Bei Herzbeschwerden immer zuerst ärztliche Abklärung. Nahrungsergänzungsmittel können die schulmedizinische Therapie unterstützen, aber nicht ersetzen."

?? Was ist Herzschwäche (Herzinsuffizienz)?

Die Herzinsuffizienz beschreibt einen Zustand, bei dem die normale Pumpfunktion des Herzens eingeschränkt ist und der Körper nicht ausreichend mit Blut versorgt wird. Unterschieden wird zwischen der Form mit verminderter Auswurfleistung (HFrEF, EF unter 40%) und der Form mit erhaltener Auswurfleistung (HFpEF). Weltweit sind über 64 Millionen Menschen von einer eingeschränkten Herzfunktion betroffen. Häufige Begleitfaktoren sind eine veränderte Durchblutung der Herzkranzgefäße, erhöhter Blutdruck, Herzrhythmusveränderungen sowie Stoffwechselveränderungen.

? Wofür braucht der Körper Herzschwäche (Herzinsuffizienz)?

  • Coenzym Q10 (an der zellulären Energiegewinnung beteiligt; in der Q-SYMBIO-Studie 2014 mit 3x100 mg untersucht)
  • Magnesium (trägt zu einer normalen Muskelfunktion und zur Aufrechterhaltung eines normalen Herzrhythmus bei sowie zu einem normalen Blutdruck)
  • Taurin (spielt eine Rolle bei normalen Herzmuskel-Prozessen; in klinischen Beobachtungen untersucht)
  • L-Carnitin (trägt zur normalen Energiegewinnung im Muskelstoffwechsel bei)
  • Omega-3 EPA+DHA (trägt zu einem normalen Triglyzerid-Spiegel im Blut bei und unterstützt normale Entzündungsreaktionen)
  • Vitamin D3 (trägt zur normalen Muskelfunktion einschließlich der Herzmuskelzellen bei)
  • D-Ribose (ist an der Regeneration von ATP beteiligt und unterstützt die zelluläre Energieversorgung)
  • Weißdorn-Extrakt (Crataegus – traditionell angewendet zur Unterstützung der normalen Herzfunktion; in der EU für leichtere Formen eingeschränkter Herzleistung anerkannt)

? Mögliche Anzeichen eines Mangels

  • Verringerte körperliche Belastbarkeit und Atemnot unter Anstrengung
  • Wassereinlagerungen, insbesondere an Beinen und Knöcheln
  • Eingeschränkte Atmung in liegender Position
  • Anhaltende Müdigkeit und verringerte Leistungsfähigkeit
  • Schnelle Gewichtszunahme durch Flüssigkeitsansammlungen im Gewebe
  • Veränderter Herzrhythmus wie Herzrasen oder unregelmäßiger Herzschlag
  • Reizhusten, insbesondere in den Nachtstunden

?? Natürliche Quellen

Schulmedizinische Therapieoptionen: ACE-Hemmer bzw. Angiotensin-Rezeptorblocker (z. B. Ramipril, Valsartan) Beta-Blocker (z. B. Bisoprolol, Carvedilol) Aldosteron-Antagonisten (z. B. Spironolacton) SGLT2-Inhibitoren (z. B. Empagliflozin – seit 2021 etablierter Therapieansatz) Diuretika zur Entwässerung (z. B. Furosemid) Implantierbare Geräte wie ICD oder CRT bei fortgeschrittener Einschränkung der Herzfunktion Herztransplantation als Option im Endstadium

? Wichtige Hinweise

?? Alle Nahrungsergänzungsmittel sollten stets mit dem betreuenden Kardiologen besprochen werden. Wechselwirkungen mit herzwirksamen Medikamenten sind möglich. Coenzym Q10 kann die Wirkung blutdrucksenkender Mittel beeinflussen. Omega-3-Fettsäuren können in hohen Dosen die Blutgerinnung beeinflussen. Bei bestehenden Herzerkrankungen ist eine eigenständige Supplementierung ohne ärztliche Begleitung nicht ratsam.

Diese Angaben ersetzen nicht die individuelle Beratung durch eine medizinische Fachkraft.